Wer einen Urlaub auf der Insel Mallorca plant, sollte sich unbedingt auch Caimari als Geheimtipp im Kalender und der Tagesplanung eintragen.
Geografisch gelegen ist das kleine Dorf am Fuße der Sierra de Tramuntana. Mit 751 Einwohnern, ist es recht überschaubar, aber dennoch äußerst sehenswert.

Historisch bekannt für seinen Olivenanbau

Historisch bekannt ist Caimari besonders für seinen Olivenanbau, der schon seit langer Tradition dort fortgeführt wird. Die Marke Oli Caimari hat dort ihren Ursprung und stellt ihr Öl in einer der ältesten Olivenmühlen Cas Menescal ganz Mallorcas her, die sich ebenfalls im Dorf befindet. Sie wird von einem kleinen Familienunternehmen geleitet, das sehr viel Wert auf die traditionelle Herstellungsweise von Olivenöl wert legt. Der gesamte Prozess der Ernte, Verarbeitung der Oliven bis hin zum hochwertigen Olivenöl kann auch von Urlaubern und Reisenden besichtigt werden.
Die selbstgefertigten Produkte können über ein kleines Geschäft, das an die Mühle anschließt, gekauft und probiert werden.
Zudem öffnet das Tafona-Museu de Caimari täglich seine Türen für neugierige Besucher und erzählt Ihnen die Geschichte des Olivenanbau in Caimaris.

Die idyllische Landschaft Caimaris verspricht nicht nur Naturliebhabern atemberaubende Anblicke

Auch landschaftlich hat Caimaris einiges zu bieten. Da es sehr ländlich gelegen ist, gibt es wenige große Hotels oder stark befahrene Straßen. Die ruhige Idylle wird geziert von unzähligen Olivenbäumen. Auch Feigenbäume und Johannisbrotbäume finden hier ihr zuhause. Die prachtvollen Mandelbäume entblühen zum Winter der Mandelblüte hin zu einem riesigen Blumenmeer und verwandeln Caimaris Umgebung zu einer traumhaften Landschaft.
Wer die Natur liebt, ist hier genau richtig. Wandern, Klettern, Reiten oder Radfahren ist hier wunderbar umsetzbar und sehr beliebt.
Zudem läuft direkt von Caimari aus eine 10,7 km lange Serpentinenstraße mit dem Namen PM 213 zum Wallfahrtsort Santuari de Lluc. Der Wanderweg führt durch die Berge zum ältesten Kloster Mallorcas, dem Kloster Lluc. Hier kann man auch einen Blick auf die weit bekannte schwarze Madonna werfen.

Auch wer große Menschenmassen eher meidet und seinen Urlaub in völliger Ruhe genießen möchte, wird hier nicht enttäuscht. Wenn im Sommer die Hitze zu groß wird, ziehen sich die Einheimischen in ihre dunklen, schattigen Häuser zurück, um der ungnädigen Sonne zu entfliehen.

Weitere Traditionen und Besichtigungsmöglichkeiten

Eine weitere tolle Möglichkeit, um sich in Caimari die Zeit zu vertreiben, ist die Besichtigung von Freilichtmuseen, von denen es in dem Ort einige gibt. Hier wird noch mehr Geschichte erzählt. Echte und originale alte Werkzeuge und Geräte der ehemals traditionellen Landwirtschaft und Wirtschaft Caimaris werden hier ausgestellt.

Wer im November auf der Insel verweilt, hat die Möglichkeit, das in Caimari bekannte Olivenfest mitzufeiern. Dann ist auch die älteste Ölmühle des Dorfes in Betrieb und zeigt Besuchern, wie früher das Öl mithilfe von der Zugkraft von Eseln hergestellt worden ist.

Auch das Herstellen von Lederwaren und Lederschuhen ist für Caimari typisch und kann an vielen Stellen der kleinen Gassen und gewundenen Straßen entdeckt werden.

Wer wert auf besondere Architektur legt, sollte die Placa Major besichtigen, den Marktplatz des kleines Städtchens. Das Kulturdenkmal der kleinen Stadt ist eine Pfarrkirche aus dem 19. Jahrhundert, die Kirche der Jungfrau der Unbefleckten Empfängnis, wie sie auch genannt wird.
Gleich mit zu sehen gibt es auf dem Marktplatz das Pfarramt, selbstverständlich auch das Rathaus und ein Franziskanerinnenkloster, das äußerst sehenswert ist.

Restaurantempfehlungen

Kulinarisch bietet der Ort eine Vielzahl von vielversprechenden Feinheiten und köstliche Küche. Einen Besuch wert ist definitiv das Restaurant Ca Na Toneta, welches inmitten des Ortes liegt.
Auf den ersten Blick wirkt es recht klein, verwinkelt, aber die Speisen werden Sie entlohnen. Nur aus ökologischer Produktion werden die Gerichte zusammengestellt, das Gemüse kommt zu 90 % aus dem eigenen Garten. Jede Woche steht ein neues sechsgängiges Menü auf der Speisekarte.
Also lassen Sie sich und Ihren Gaumen überraschen.

Ein weiteres sehr zu empfehlendes Restaurant ist das ca s’Amitger. Es liegt direkt am Kloster Lluc und befindet sich in traumhafter Lage inmitten uralter Bäume, die dem Ort eine besondere nostalgische Stimmung verleihen. Hier findet man Gerichte der traditionellen mallorquinischen Küche, mit Liebe zubereitet – gereicht werden hierzu erlesene Handweine. Zudem werden die Fleischgerichte auf Phasenkohle zubereitet, was dem Fleisch seinen besonderen Geschmack verleiht. Hier gibt es von Kaninchen bis hin zu Wachteln alles was das Herz begehrt.
Wer sich Mitte bis Ende November auf Mallorca aufhält, wird leider nicht in den Genuss des Restaurants kommen können, da es in dieser Zeit geschlossen bleibt.
Trotz der exquisiten Lage in der Natur sind Parkplätze für Gäste, die mit dem Auto unterwegs sind, vorhanden. Wer als Gruppe hier gastiert, hat einen besonderen Vorteil, denn als Gruppe gibt es in diesem Lokal sogar Gruppenrabatt.
Die Terrasse draußen bietet einen uneingeschränkten und atemberaubenden Blick auf den Berg.